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Kastrationspflicht?
Fakten:
1.) Die Menschen haben immer weniger Geld
2.) Menschen aus anderen Nationalitäten haben oft eine andere Einstellung zu Tieren, zu deren Haltungsformen und der medizinischen Versorgung der Tiere
3.) Die Lebensbedingungen von Menschen ändern sich heute schneller, als vielleicht noch vor 20 Jahren und nicht nur Partner, sondern auch Tiere werden eher zu Lebens-Abschnittsgefährten.
4.) Immer mehr Menschen halten sich sogenannte Heimtiere. Die Zahl der Tiere, die insgesamt auf dem „Markt" ist, wird immer größer. Sei es durch gewollte oder ungewollte Vermehrung oder durch Globalisierung (z.B. Auslandstierschutz, Welpenhandel, Exotenhandel, etc.).
5.) Die Zahl der Menschen wird immer größer, damit werden die individuellen Lebensräume kleiner. Man rückt näher aneinander, mehr Reibungspunkte entstehen.
Was bedeutet das:
zu 1.) Die Menschen haben immer weniger Geld
Durch Armut werden viele Tiere medizinisch schlechter versorgt.
1a)
Impfungen und Wurmkuren werden weggelassen.
Folge : Parasiten machen nicht nur Katzen, sondern auch Menschen krank! z.B. Flohdreck/Floheier auf Gartenstühlen, Fäkalien im Sandkasten.
Zukunftsvision : „Die räudigen Katzenviecher, die ich erwische, werde ich schon irgendwie umbringen!"
1b)
Kastrationen werden weggelassen.
Folge : Unkastrierte Wohnungskatzen werden ausgesetzt, laufen gelassen, oder mit in den Garten genommen, weil sie zu Hause die Wohnungen zupinkeln, die Menschen u.U. angreifen, stinken und dann nerven.
Zukunftsvision : Immer mehr Katzen laufen draußen herum - und vermehren sich - und es werden noch mehr Katzen...
zu 2.) Menschen aus anderen Nationalitäten haben oft eine andere Einstellung zu Tieren, zu deren Haltungsformen und der medizinischen Versorgung der Tiere
In vielen Ländern werden überzählige Tiere vergast, erschlagen, vergiftet oder anderweitig entsorgt. Fast alle Menschen haben schon von solchen Dingen, z.B. im Mittelmeerraum gehört. Im Osten, wie Polen, Russland etc. ist es nicht anders. Das ist nicht pure Boshaftigkeit der dort lebenden Menschen, sondern die Folge von zu viel Tieren, die unkastriert herumlaufen und sich weiter vermehren und ausbreiten. Man hat dort eine andere Einstellung zu Tieren und würde - bitte entschuldigen sie an dieser Stelle diese Verallgemeinerung!!! - nicht auf die Idee kommen, eine Katze zu kastrieren. Ist die Katze klein und süß, ist alles schön - wird sie groß und lästig, fliegt sie raus und muss sehen, wie sie klar kommt.
Folge : Übertragen die Menschen diese Gepflogenheiten aus ihren Heimatländern auch hier nach Deutschland, fliegen auch hier die Katzen unkastriert auf die Strasse.
Zukunftsvision/Gegenwart : Insbesondere in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil gibt es extrem viele unkastrierte, menschenbezogene Katzen in „freier Natur", die sich weiter vermehren...
zu 3.) Die Lebensbedingungen der Menschen ändern sich heute schneller, als vielleicht noch vor 20 Jahren und nicht nur Partner, sondern auch Tiere werden eher zu Lebens-Abschnittsgefährten.
Tiere werden schneller nicht mehr gebraucht oder „passen" nicht mehr, folglich möchte der Halter das Tier los werden. Tierschutzvereine können nicht alle aufnehmen, dafür sind die Zahlen der „hilfesuchenden Tiere" schon zu hoch. Gelingt auch eine Weitergabe an private Haushalte nicht, wohin dann mit dem Tier?
Folge: Immer mehr Tiere landen auf der Straße, ob sie kastriert sind oder nicht, ist an dieser Stelle schon fast egal.
Zukunftsvision : Noch mehr Katzen machen noch mehr Babies, ergibt noch mehr Überschuss. Kein Mensch braucht so viele Katzen!
zu 4.) Immer mehr Menschen halten sich sogenannte Heimtiere. Die Zahl der Tiere, die insgesamt auf dem „Markt" ist, wird immer größer. Sei es durch gewollte oder ungewollte Vermehrung oder durch Globalisierung (z.B. Auslandstierschutz, Welpenhandel, Exotenhandel, etc.).
Das Angebot ist statistisch schon jetzt höher, als die Nachfrage, insbesondere bei Katzen!
Zukunftsvision/Gegenwart : Immer mehr Katzen stehen auf dem „Markt" zu Verfügung.
zu 5.) Die Zahl der Menschen wird immer größer, damit werden die individuellen Lebensräume kleiner. Man rückt näher aneinander, mehr Reibungspunkte entstehen.
Des einen Freud, des anderen Leid!
Je mehr Menschen Tiere auf engem Raum halten, desto größer muss die Toleranz im Miteinander sein! Aber nicht jeder mag Tiere! Und Katzen sind insbesondere durch ihr „freies" Leben schnell Störfaktoren, weil sie sich an keine Zaungrenzen halten, Sandkästen als Klo benutzen, anderer Leute Häuser „besichtigen" gehen, Fische aus Nachbars Teich kosten, oder mit heruntergekommenem Nachwuchs durch Gartenkolonien, Firmengelände, Friedhöfe, oder ländliche Bereiche ziehen.
Zukunftsvision : Der irgendwann katzenhassende Mensch setzt sich in Eigenregie zur Wehr - durch Giftköder, erschießen, erschlagen, etc.! Nachbarschaftskriege entstehen durch die Tiere und enormes Leid ist zu erwarten!
Die aufgeführten Fakten wirken für Menschen, die sich mit diesem Thema bislang nicht beschäftigt haben sicher überzogen, aber: Nur weil derzeit nicht jeder das Problem sieht, heißt es nicht, dass es nicht da ist. Und wenn es auch noch im Verborgenen liegt, so wächst es doch stetig weiter.
„Wir sind verantwortlich für das was wir tun, aber auch für das was wir nicht tun!" (Moliére)
Ich möchte nicht sagen, wir müssen eine Kastrationspflicht einführen. Ich kann und will niemanden zwingen, ein solches Vorgehen in Gang zu bringen, aber ich finde, wir haben eine Chance.
Wir haben eine Chance durch ein solches Gesetz zu verhindern, ein Problem zu bekommen. Wir haben die Chance mit gutem Beispiel für andere Städte zu fungieren.
Wir haben die Chance, viel vorprogrammiertes Leid zu verhindern und damit ein Zeichen für Ethik und Moral zu setzen.
Wir haben die Chance, die Erfahrungen, Beobachtungen und das Wissen der Menschen an der Basis der Thematik zu nutzen und eine Entwicklung nicht erst aufkommen zu lassen.
Wir haben die Chance, die zwangsläufig entstehenden Kosten und Verwaltungsaufwand noch gering zu halten, denn eine spätere Umsetzung würde sicher weitaus teurer werden.
Wir alle haben „jetzt" die Chance, für etwas Verantwortung zu übernehmen und nicht für etwas verantwortlich zu sein, was wir nicht getan haben!
Ich finde, wir sollten die Chance nutzen!
Kerstin Küster
Weitere Erläuterungen/Gedanken zu dieser Thematik:
Stichwort: „Persönliche Entfaltung":
Mein Motto ist:"Meine Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt!"
Läuft meine Katze/Kater unkastriert durch die Gegend, setzt sie extreme Urinmarken, nicht nur in meinem Garten ab, sondern pinkelt u.U. auch Nachbars Blumentöpfe, Gartenmöbel, Balkontüren und ähnliches an.
Läuft mein Kater unkastriert durch die Gegend, bringt er mir zwar keine Babies mit, schwängert aber ggf. andere Katzen - Alimente? - Wäre mal eine Idee...
Läuft meine Katze/Kater unkastriert durch die Gegend, sind Revierkämpfe und Paarungsrituale viel extremer, sie gehen auch mit Bissen und Verletzungen einher und übertragen so ernsthafte Krankheiten, wie FIV und FeLV. Wenn Nachbars Katze kastriert ist und meine nicht, bin ich Mitschuldig an der Übertragung solcher Krankheiten! - oder umgekehrt - wer braucht eine kranke Katze? Sicher weder mein Nachbar, noch ich selbst.
Wo sind die ganzen Katzen überhaupt?
Überall!!! Sie leben im Verborgenen, kommen zur Nacht- und Dämmerungszeit heraus. Sie leben auf Friedhöfen, in ländlichen Gegenden, auf Fabrik-/Firmengeländen, in Gartenkolonien, in Tiefgaragen, Schuppen, Abrissgebäuden, in Lüftungsschächten, Abstellhallen, etc...
Wo kommen diese wilden Katzen her?
Der Ursprung liegt bei unkastrierten Katzen, die entlaufen sind, von ihren Haltern vielleicht ausgesetzt oder nach einem Umzug zurückgelassen wurden.
Einige dieser Tiere suchen schnell wieder Kontakt zum Menschen und werden „gefunden" oder „laufen jemandem zu". Andere fühlen sich „in Freiheit" schnell wohl, meiden den Kontakt zu Menschen und verlegen ihre Aktivitäten in die Dämmerungs- und Nachtstunden und werden damit vom Menschen nicht mehr wahrgenommen.
Diese Tiere ernähren sich zu Anfang von Müll in jeder Form, nach einigem Jagdtraining dann auch von Mäusen oder Vögeln.
Sie sind also nicht angewiesen auf das von „Katzenfreunden" ausgelegte Futter.
Die Fortpflanzung der Katzen ist nicht von einer ausreichenden Futtergrundlage abhängig.
Unsere heutigen Katzen werden zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat geschlechtsreif! - Bienchen und Blümchen... Sie wissen schon...
Nach 63 bis 70 Tagen bringen die Katzen dann 3 bis 6 Junge zur Welt.
Die so lebenden Alttiere bringen ihren Kindern die selbst angeeignete Vorsicht bei und vermeiden damit auch deren Auftauchen im Blickfeld des Menschen.
Die neue Generation Kätzchen wächst dann ganz ohne Kontakt zum Menschen auf.
Wie schnell vermehren sich Katzen, oder: „Meine drei Katzenkinder werde ich immer los!"
Kastration bei Wohnungskatzen?
Dieser Teil folgt in Kürze...

