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Krankheiten
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Die feline infektiöse PERITONITIS (FIP) Krankheitsbild und Verlauf: Die FIP, die durch das feline Coronavirus (FCoV) verursacht wird, ist eine der heute am meisten gefürchteten Krankheiten der Katze, da sie, einmal ausgebrochen, immer zum Tod führt. Die FIP betrifft in einem Bestand nie alle Katzen, sondern immer nur ein bis zwei Tiere, besonders Jungtiere im Alter von etwa vier Monaten bis zwei Jahren. Die ersten Krankheitssymptome sind Fressunlust und verminderte Aktivität. Gelegentlich werden in den Augen entzündliche Ablagerungen sichtbar. |
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Das feline IMMUNSCHWÄCHEVIRUS (FIV) Krankheitsbild und Verlauf: Die FIV-Infektion führt zu einer Schwächung des Immunsystems der Katze, in deren Folge es zu den verschiedensten Krankheitssymptomen kommen kann (Abb. 19). Häufig beobachtete Symptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfen, schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrösserte Lymphdrüsen und Durchfall. |
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Der KATZENSCHNUPFEN Beim Katzenschnupfen handelt es sich um eine Erkrankung des Nasen- und Rachenraums, in vielen Fällen auch der Bindehäute der Augen. Die Krankheit tritt am häufigsten bei jungen Katzen im Alter von sechs bis zwölf Wochen auf. Die Dauer zwischen Infektion und ersten Krankheits-symptomen (Inkubationszeit) beträgt wenige Tage. Die ersten Symp-tome äussern sich als Niesen. Wenig später wird ein wässeriger Nasen- und Augenausfluss beob-achtet. Oft, aber nicht immer, ist die Fresslust jedoch erhalten. Meistens verschwinden die Krankheits-symptome nach zehn bis zwölf Tagen von selbst. |
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Der KATZENSEUCHE Krankheitsbild und Verlauf: Die Katzenseuche, welche durch das Parvovirus verursacht wird, betrifft in der Regel jüngere Tiere und beginnt oft mit Mattigkeit, all-gemeiner Lustlosigkeit und Reduzierung oder vollständigem Verlust des Appetits. Wenn man in dieser Phase im Enddarm die Temperatur misst, so lässt sich meis-tens Fieber mit über 40°C feststellen. Die normale Körpertemperatur beträgt bei der erwachsenen Katze 38,0°C bis 39,0 °C. Nach etwa einem Tag kehrt die Temperatur auf den Normalwert zurück, steigt aber kurz danach zu einem zweiten Fiebergipfel an. Zum typischen Krankheitsbild gehört Erbrechen, später oft auch Durchfall. Diese für die Katzenseuche typische Form (akuter Verlauf) führt ohne Behandlung innerhalb von wenigen Tagen zum Tod. Die Katzenseuche kann auch einen noch rascheren Verlauf nehmen - dann spricht man vom perakuten Krankheitsverlauf - und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Schock führen. Beim perakuten Verlauf wird in der Regel kein Fieber beobachtet. |
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Die LEUKÄMIEVIRUS-INFEKTION Krankheitsbild und Verlauf: Die feline Leukämievirusinfektion (felin = zur Katze gehörend), abgekürzt FeLV, ist eine höchst gefährliche Infektionskrankheit, die – sofern sie nicht rechtzeitig vom Immunsystem überwunden wird – sich in einer ganzen Reihe verschiedener, ausnahmslos zum Tod führender Krankheitsbilder äussert. Das Leukämievirus hat diesen Namen, weil es erstmals im Zusammenhang mit einer Leukämie, das heisst einer krankhaften Vermehrung der weissen Blutzellen – den Leukozyten (Erläuterung siehe unten) – gefunden wurde. Das Wort Leukämie kommt aus dem Griechischen und bedeutet eigentlich "Weissblütigkeit". Die echte Leukämie mit Vermehrung der weissen Blutzellen im Blut tritt bei der Katze interessanterweise selten auf. Öfter kommt es zu einer krankhaften Vergrösserung der Lymphknoten, auch Lymphdrüsen genannt, oder des Thymus, einem Lymphdrüsen-ähnlichen Organ im Brustraum. Wenn Lymphknoten oder Thymus von der Vermehrung der Lymphozyten betroffen sind, spricht man besser von einer Leukose. Diagnose und Therapie: Für den Nachweis des FeLV im Blut von Katzen stehen heute verschiedene Methoden zur Verfügung. Ein Test kann entweder durch den Tierarzt in der Praxis durchgeführt oder in ein Labor geschickt werden. |
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Die PSEUDOWUT Krankheitsbild und Verlauf: Die Pseudowut (oder Aujeszkysche Krankheit) äussert sich durch Fressunlust, zunehmende Unruhe, später Speichelfluss, Erbrechen und offensichtliche Schmerzäusserung. Die Katzen können von einem starken Juckreiz geplagt werden, so dass sich manche selbst wundkratzen oder sogar verletzen. Nach ein bis zwei Tagen führt diese Krankheit zum Tod. |
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Die TOLLWUT Krankheitsbild und Verlauf: Tollwut bei Katzen kommt praktisch nur in Gebieten vor, wo Tollwut bei der wild lebenden Fuchspopulation aufgetreten ist. Vor allem betroffen sind Katzen mit freiem Auslauf in Waldnähe. Nach Kontakt mit einem an Tollwut erkrankten Tier kommt es bei der Katze nach einer Inkubationszeit von bis zu zwei Monaten zunächst zu Wesensveränderungen, indem zum Beispiel zutrauliche Tiere aggressiv und scheue Katzen zutraulich werden. Nach wenigen Tagen tritt die Erkrankung in das Stadium der sogenannten rasenden Wut, welche durch Ruhelosigkeit, Muskelzuckungen und Gleichgewichtsstörungen erkennbar ist. Nach zwei bis vier Tag der rasenden Form zeigen die Katzen Speichelfluss und Würgesymptome. Schliesslich kommt es zu Krämpfen und Lähmungen und danach zum Tod. |
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| Quelle: Virusinfektionen bei Katzen Eine Informationsschrift für Katzenbesitzer; von Hans Lutz – Veterinärmedizinisches Labor Universität Zürich, herausgegeben von Virbac Tierarzneimittel GmbH |
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